Geld sparen: Warum der 30.November so wichtig ist

Der 30.11. ist Stichtag, falls Sie den Versicherer wechseln möchten. Also: Kfz-Versicherungspolice prüfen.

Dieser Tag ist vor allem für Autofahrer ein äußerst wichtiges Datum, denn bis dahin müssen laufende Kfz-Versicherungsverträge gekündigt sein, wenn sie im kommenden Jahr zu einem günstigeren Versicherer wechseln und Geld sparen möchten.

„Stichtag 30. November!“

Ein Satz, den man im Moment sehr häufig in den Medien hört und liest. Da die meisten Kfz-Versicherungsverträge eine Laufzeit von einem Jahr und eine Kündigungsfrist von einem Monat haben, muss die Kündigung bis zum Stichtag 30. November beim Versicherer eingegangen sein. Gerade jetzt versenden die meisten Versicherungsgesellschaften die Beitragsrechnungen für das Jahr 2018. Es wird also höchste Zeit, sich einmal die Zeit zu nehmen und die aktuellen Policen zu überprüfen, um gegebenenfalls zu kündigen um Geld sparen zu können.

Kfz-Versicherungspolice prüfen und Geld sparen

In kaum einer Sparte der Versicherungswirtschaft ist das Potential Geld sparen zu können so hoch wie im Bereich der Kfz-Versicherungen. Die Stiftung Warentest ermittelte in einem Vergleich von 71 Versicherern, bei dem 150 Kfz-Tarife unter die Lupe genommen wurden, dass sich durch den Wechsel des Versicherers teilweise sogar vierstellige Beträge einsparen lassen. So verlangen die teuersten Gesellschaften von Führerscheinneulingen für die Haftpflichtversicherung in der höchsten Kategorie, bei der auch die Fahrzeugnutzung durch Freunde inbegriffen ist, teilweise mehr als 4.000€ Jahresbeitrag. Die günstigste Versicherung mit den gleichen Merkmalen kostet hingegen gerade einmal rund 1.500€ jährlich. Ebenso unterschiedlich sind die Preise für Voll- oder Teilkasko-Policen, die Schäden am eigenen Fahrzeug abdecken. Schon allein deshalb ist es unerlässlich, den alten Tarif zu überprüfen und vor dem Wechsel einen umfassenden Tarifvergleich durchzuführen, denn nur so kann man Geld sparen.
Ein weiterer Grund für den Kfz-Versicherungsvergleich sind die geänderten Typen- und Regionalklassen bei den Versicherern, die bei einigen Kraftfahrzeughaltern für Überraschungen sorgen dürften.

Geänderte regional- und Typenklassen: rechtzeitig informieren

Wer im letzten Jahr unfallfrei geblieben ist, rechnet sicher damit Geld sparen zu können aufgrund einer günstigeren Einstufung. Nachdem jedoch die Kfz-Versicherer in diesem Jahr die Typ- und die Regionalklassen neu geordnet haben, dürften manche Versicherungsnehmer allerdings von teils recht erheblichen Preisänderungen – sowohl nach oben, als auch nach unten- überrascht werden.
Wer sich über die neuen Klassifizierungen informieren möchte, findet beim Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hier eine Übersicht der Typklassen und hier die neuen Regionalklassen. Ob und wie die Umstufungen im Einzelnen beim Versicherungsnehmer erfolgen, können Versicherungsnehmer ihrer neuen Beitragsrechnung entnehmen, allerding gilt es hier schon sehr genau hinzuschauen, denn diese Angaben finden sich häufig im Kleingedruckten der Rechnung.

Tarifvergleich hilft, die richtige Wahl zu treffen

Neben Typ- und Regionalklasse gibt es noch eine ganze Reihe weiterer Faktoren, die für die Höhe des Jahresbeitrages von Belang sind. Dazu gehört selbstverständlich auch der Schadensfreiheitsrabatt, den unfallfreie Fahrer bekommen. Laut Finanztest sind jedoch auch hier immer wieder Änderungen zu beobachten. So haben beispielsweise zahlreiche Versicherer die Klausel entfernt, nach der Kraftfahrer, die länger unfallfrei gefahren sind, nicht bereits beim ersten kleinen Crash in ihrer Rabattklasse hochgestuft werden, sondern gewissermaßen einen Schaden „frei“ haben. Hatten 2009 mehr als 100 Gesellschaften diese Regelung in ihren Versicherungsbedingungen, sind es jetzt lediglich noch 16. Wer allerdings noch über einen Vertrag verfügt, der eine solche Rabattretter-Regelung enthält, sollte auch dies beim Wechsel einkalkulieren, denn beim Wechsel ist diese sinnvolle Regelung weg. Vielfach haben Kraftfahrer nur noch die Option, sich diesen „Freischaden“ gegen Aufpreis zu erkaufen.
Es lohnt sich also in jedem Fall, zum Ablauf des Versicherungsjahres zu vergleichen, ob es für die Kfz-Haftpflichtversicherung und den Voll- oder Teilkaskoschutz nicht eine günstigere Gesellschaft gibt um Geld sparen zu können.
Darüber hinaus ist es äußerst sinnvoll, bei dieser Gelegenheit auch gleich die weiteren Versicherungsverträge, Verträge mit den Versorgern und vielleicht auch die eine oder andere Geldanlage unter die Lupe zu nehmen. Nicht selten ergibt sich auch hier ungenutztes Potential zum Geld sparen.

 


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Mrs. B.

Mrs. B. ist eine ganz normale Ehefrau, Mutter und Finanz-Laie. Alle Beiträge, die sie schreibt, sind gut recherchiert aber eben aus der Sicht eines privaten Anlegers.

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